BIOGASANLAGEN
SIND EINE
GEFAHR FÜR
MENSCH
UND NATUR

LASSEN WIR ES GEMEINSAM ZU, DASS DAS FFH-GEBIET "IM GRUND"
WIRTSCHAFTLICHEM INTERESSE ZUM OPFER FÄLLT?

Nur der Präfix „BIO“ hat tatsächlich mit der Natur zu tun, wenn es um Biogasanlagen geht. Man lässt sich oft leicht davon blenden. Für die Energie-Erzeugung aus den Bioreststoffen zahlen wir jedoch oft einen sehr hohen Preis. Mit langfristigen Folgen.

Die BIM21-Arbeitsgruppe hat eine umfassende Recherche über Gefahren und Risiken von Biogasanlagen sowie über den Status der FFH-Gebiete und der Natura 2000-Gebiete in Deutschland durchgeführt. 

"BIOGASANLAGEN - VERMEINTLICHE KLIMASCHÜTZER MIT SICHERHEITSDEFIZITEN" - WARNT DAS UMWELTBUNDESAMT (UBA).

In einer Meldung vom 27.05.2019 fordert das Umweltbundesamt eine einheitliche Verordnung im Bundes -Immissionsschutzgesetz für Biogasanlagen im Hinblick auf „Errichtung, die Beschaffenheit, den Betrieb, die Emissionsminderung, die Sicherheit, insbesondere die Betriebsorganisation, die Eigenüberwachung und die Instandhaltung“. Nicht unbegründet: In den Biogasanlagen werden große Mengen extrem entzündbarer Gase produziert. In den vergangenen zehn Jahren sind 17 Beschäftigte getötet und 74  verletzt worden infolge von Unfällen an den Biogasanlagen. Neben den Personenschäden können auch die sog. „Gülle-Tsunami“, bei welchen große Mengen (bis zu 14.000 m3) an Gärresten, Gülle freigesetzt werden, Gebäude fluten und Fischsterben verursachen.

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"VON DEN 56 BIOGASUNFÄLLEN WURDEN IN 38 FÄLLEN GEWÄSSER BETROFFEN".

Aktuell gibt es keine umfassende Statistik über Unfälle an den Biogasanlagen in Deutschland. In dem Bericht der Initiative „Rettet den Regenwald e.V.“ werden jedoch Zahlen genannt, die eine grobe Vorstellung über Risiken und das Gefahren-Potential von Biogasanlagen geben. So, laut dem Bayerischen Rundfunk, gab es allein in Bayern in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 56 Unfälle und in 38 Fällen davon waren  die Gewässer betroffen. Der Bericht enthält eine umfassende Link-Sammlung rund um das Thema „Biogasanlagen in Deutschland“.

"ALLE ZWEI WOCHEN KOMMT ES ZU EINEM UNFALL IN EINER BIOGASANLAGE"

Den Gefahren-Ansatz wiederholt SPIEGEL Wirtschaft und weist darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Unfälle deutlich höher sein kann, da es nur eine eingeschränkte Meldepflicht für solche Unfälle gibt. Umso mehr sollte man auf die gemeldeten Fälle aufmerksam sein. Wie vor kurzem in Bayern. Am 5.Oktober 2021 meldete das Polizeipräsidium Mittelfranken einen Brand an einer Biogasanlage mit Hunderttausenden Euro Schaden.

Der Grund für Unfälle ist vor allem der mangelhafte technische Stand der Anlagen.
„Als Beispiele nennen die Experten „zusammengeklebte oder gar zusammengesteckte Kunststoff-Kanalrohre als Gasleitungen“ oder Membransysteme „aus zusammengeklebten Folien für Gartenteiche aus dem Baumarkt“. In solchen Rohren sollen wohl die Gärstoffe, flüssige Gülle usw. fließen.

Ein weiteres Problem stellt das erzeugte Treibhausgas Methan dar, das an unterschiedlichen Stellen unkontrolliert entweichen kann. „Der geschätzte Methan-Verlust belaufe sich auf 300.000 Tonnen Methan pro Jahr“. In der Gesamtbetrachtung können Biogasanlagen sogar „eine negative Klimabilanz aufweisen, d.h. mehr Emissionen an klimaschädlichen Gasen verursachen, als sie einsparen“. 

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"IM GRUND" IST EIN FFH-GEBIET UND GEHÖRT ZUM NATURA 2000-SCHUTZGEBIETSSYSTEM

FFH-Gebiete  sind spezielle europäische Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) ausgewiesen wurden und dem Schutz von Pflanzen (Flora), Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitate) dienen. Sie sind ein Teil des NATURA 2000-Schutzgebietssystems. 

NATURA 2000 ist ein europaweites zusammenhängendes Netz von Gebieten, in denen die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt getroffen werden sollen. In Deutschland ist die Einrichtung der Natura 2000 seit der Umsetzung in nationales Recht im April 1998 rechtsverbindlich.

„Im Grund in Meißenheim“  gehört ebenfalls zu den Natura 2000-Gebieten und darf nicht ohne einer FFH-Verträglichkeitsprüfung für andere Zwecke verwendet werden. 

Ausführliche Informationen erhalten Sie auf der Website des Bundesamts für Naturschutz.

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